Corporate Social Responsibility (CSR) beschreibt das ökonomische, ökologische und soziale Engagement eines Unternehmens, sowohl gegenüber Kunden, Mitarbeitern und Kapitalgebern als auch gegenüber Staat und Gesellschaft als Element einer nachhaltigen Entwicklung. Beim "Forum EnviComm" diskutierten Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Medien und weiteren gesellschaftlichen Gruppen. Die Veranstalter dokeo, GRI und Umweltakademie gaben anschließend folgende Erklärung heraus:
Wir teilen die Einschätzung, dass die Kommunikation von Unternehmen und die Reputation ihrer Führungskräfte in Deutschland verbessert werden muss. Gesellschaftliche Erwartungen und politischer Druck auf die Unternehmen wachsen und drohen deren Entscheidungsspielräume einzuengen. Angesichts der großen Bedeutung einer wettbewerbsfähigen und innovativen Wirtschaft für Wohlstand und Zukunftsfähigkeit unseres Landes betrachten wir diese Entwicklungen mit Sorge.
Wir stellen fest, dass ein akuter Bedarf zur Verbesserung der Beziehungen und des gegenseitigen Verständnisses zwischen den Führungskräften der Wirtschaft und den Führungskräften aus anderen gesellschaftlichen Bereichen unseres Landes besteht. Auch von der Politik erwarten wir ein klares Bekenntnis zu einem konstruktiven Dialog über marktwirtschaftliche Lösungen und faire Chancen- und Risikoabwägungen.
Wir sind der Meinung, dass noch mehr Unternehmen ihre Verantwortung gegenüber der Gesellschaft (Corporate Social Responsibility, CSR) konkretisieren und transparent machen müssen, so dass die öffentliche Diskussion von CSR auf eine breitere Basis gestellt werden kann.
Wir sind der Überzeugung, dass Anreize und Motivation zu CSR mehr bewirken als regulatorische Vorschriften, um einen substantiellen Beitrag zur unternehmerischen und gesellschaftlichen Wertschöpfung zu leisten.
Wir erklären unsere Entschlossenheit, die unternehmerischen Chancen, die sich durch konsequenten Einsatz von CSR-Konzepten bieten, aufzugreifen und zu nutzen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass CSR-Prinzipien in die Geschäftsprozesse der Unternehmen integriert werden. Darüber hinaus werden wir Initiativen unterstützen, die unternehmerisches Handeln gegenüber vielfältigen Stakeholdern transparenter machen.
Wir fordern alle gesellschaftlichen Gruppen, insbesondere Politik, Medien, Wirtschaft, Gewerkschaften, Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs), und die Wissenschaft auf, die Verbreiterung der CSR-Basis pro-aktiv zu unterstützen.
Wir erwarten von allen Betroffenen, dass sie sich in ihrem gesellschaftlichen oder unternehmerischen Umfeld für eine positive Implementierung der CSR-Gedanken einsetzen. Dazu gehört für uns das bewusste Leben von Unternehmensleitlinien und das Setzen konkreter Ziele zur nachhaltigen Entwicklung sowie deren Evaluierung, das Führen von Dialogen mit den gesellschaftlichen Partnern, die Übernahme der Verantwortung für das Einhalten vernünftiger Standards in allen internationalen Tochtergesellschaften bzw. Einflussbereichen des Unternehmens insbesondere im Sozial- und Umweltbereich entlang der gesamten Zulieferkette und ein sichtbares und am Unternehmenszweck orientiertes gesellschaftliches Engagement.